Sonntag, 25. September 2011

Der wilde Westen


(Holmavik bis Reykjavik)
Auf unserer Reise geht es bereits Richtung Herbst. Das Wetter ist unstabil und die Winde werden stärker. Dazu kommen die rauen Kliffs, die unendlich zerklüfteten Fjords und die verd...... holprige Strasse. Berge stehen mit steilen Flanken in der Landschaft und hier ist die Natur in den grössten Teilen noch richtig Natur geblieben.
Die Strassen tragen in gewissen Teilen zum langsamen Weiterkommen bei, was auch viele Touristen vom Besuch des nördlichen Westen abhält. Zudem sind die sehenswerten Orte sehr weit auseinander und wie gesagt, die Strassen ...
Ganz erschrocken waren wir, als wir in "Isafjördur" im Tourismusbüro nach einer kleinen Wanderung in der Region fragten. Die Antwort war inhaltlich ansprechend und ausschweifend und nicht so kurz und trocken wie im Rest der Insel. Generell sind die Leute hier eher warm und gesprächig.
Als wir für unsere letzten Tage in Reykjavik eine Übernachtungsmöglichkeit suchten, mussten wir feststellen, das die Hauptstadt beinahe ausgebucht war. Glücklicherweise haben wir für die letzten beiden Tage ein bisschen ausserhalb eine sehr herzige Unterkunft gefunden.
Mit schweren Herzen haben wir danach die Insel in Richtung Schweiz wieder verlassen. Auch beim Ausreisen wurden wir nicht verschont vom Ausdruck: "Ou Sie haben aber Übergewicht". Die lange Warteschlange und der Wille etwas auszupacken (auch wenn es nur ca. 200g waren) haben die Dame am Check-In aber umgestimmt.
Aber diese Insel hat es uns schon ein bisschen angetan.
Noch eine kleine Bemerkung am Rande. Der grösste Unterschied zwischen einem schweizerischen und islänischen Kaff ist, dass anstelle eines Geldautomaten ein Hallenbad mit mindestens einer riesigen Rutschbahn steht. Ein Vergnügen für (Gross und) Klein Schweizer.

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