Donnerstag, 24. November 2011

Sydney, Bye-Bye und vielen Dank

Die regnerische Wirtschaftsmetropole Sydney zerstörte unseren Traum eines notfallmässigen Short-Einkauf wegen Überhitzung vollkommen. Die erwünschten warmen Tage zum Abschluss blieben aus und es fiel etwa so viel Regen wie wärend unserer 5 Wochen in Tasmanien. Sogar die Einheimischen hatten ein bisschen Erbarmen mit uns.

Nun habt ihr es überstanden.
Dies ist der letzte Blog von klein und gross Schweizer unterwegs.
Wir befinden uns nun bereits auf dem nach Hause Flug und möchten allen Lesern für das Interesse an den Berichten danken.
Bis bald.
NiMi


Montag, 21. November 2011

Bye, Bye Tasmania

Und leider ist unsere Zeit in Tasmanien nun auch schon bald abgelaufen. Ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist, aber glücklich über den Umstand dies erlebt zu haben, betreten wir bald den Flieger nach Sydney.
Momentan sitzen wir gerade in einem Kaffee (natürlich ohne WiFi) und lassen die letzten 5.5 Wochen revue passieren.

Gerne erinnern wir uns an die beste "heisse Schoggi" in einer Bäckerei, die eher einer Metzgerei glich, oder wir schmunzeln über die wohl schwierigste Situation, als klein Schweizer auf dem Overland Track den Schlamm küsste und gross Schweizer verfluchte, dass sie zu so einem "Scheiss" überredet wurde.
Amüsante Situationen gab es auch bezüglich unserer Sprach-Kuriositäten. So gab es nur verdutzte Gesichter, wenn wir über "Laundri" oder "Water" sprachen anstelle "Londri" und "Uoter". Glücklicherweise war es nie ein Problem beim Essen und beim Bier bestellen ;-)

So gibt es ganz viele kleine Dinge, die uns sicherlich lange in Erinnerung bleiben werden.



Mittwoch, 16. November 2011

Ei - ei - ei

Mitten auf dem Zeltplatz während unserem Frühstück ohne Scham und Rücksicht oder
wenn es die Tiere überkommt ;-)

Übrigends wird danach alles fein säuberlich geputzt.


Spezielle Wandergenossen

Es sind bereits ein paar Tage seit unserer Rückkehr vom Overland Track vergangen und wir versuchen immer noch die vielen Eindrücke zu verarbeiten.
Dazu gehört auch die Erfahrungen mit Wandergenossen.
Da die Richtung der Wanderung vorgegeben ist, haben wir mehr oder weniger immer die gleichen Leute getroffen. Einzelne haben mal 2 Tagesetappen aneinander gehängt und andere haben auch wanderfreie Tage eingelegt und haben zweimal in der selben Hütte übernachtet.
So hatten wir dennoch ein bisschen Abwechslung.

Unsere Wandervorbereitung hat sich auf die Gepäckoptimierung konzentriert. So haben wir unser Essen so ausgelegt, dass möglichst wenig Verpackung dabei war und einen sehr hohen Nährwert pro Gewicht vorhanden war.

Auf der Wanderung haben wir dann Leute getroffen die sich anscheinend noch weniger mit der Wandervorbereitung befassten.
Viele hatten trotz der schweren Bedingungen und der vielen Schlammlöcher die Wanderung in Turnschuhen und Trainerhosen angetreten (und am Abend jeweils entsprechend gejammert). Eine Gruppe aus 4 jungen Studenten haben einen riesen Kochtopf mitgeschleppt und hatten für jedes Mittagessen 4 Büchsen Bohnen und Mais im Gepäck. Zudem hatten sie 30 Äpfel und 3kg Karrotten im Gepäck.

Ein Wandergenosse hatte dafür für jede Mahlzeit einen Zip-Sack dabei und diese fein säuberlich mit dem Datum und Wochentag versehen, an dem das Essen verspiesen werden darf.

Alles in allem hat uns erstaunt, dass wir zu den best vorbereiteten Wanderern gehörten. Richtige Wanderschuhe hatten ausser uns sonst nur die Einheimischen getragen.


Montag, 14. November 2011

Aus dem Busch zurück

Ja, es gibt uns wieder in der Zivilisation, wobei die Freude angesichts unseres Aussehen und der Ausdünstungen nicht wirklich beidseitig war.
Eine Dusche und die Schönheitspflege gekoppelt mit einem feinen Steak mit Salat und einem Bier machten aus klein und gross Schweizer wieder akzeptable und umgängliche Zeitgenossen.
Wie schnell man wieder die kleinen Dinge im Leben schätzt kann einem in nur 7 Tage so richtig bewusst werden:
- ungehindertes Trinken von Leitungswasser
- eine weiche Matraze
- Möglichkeit den konsumbedingten Abfall zu entsorgen und nicht mitzutragen
- einen einfachen Kaffee
- und so vieles mehr

Vielleicht konnten sich einige das "niergendswo" nicht so richtig vorstellen. Auch wir können uns erst nach der Wanderung eine genauere Vorstellung machen.
Müsste man niergendswo mit einem Wort ersetzen, so wäre man geneigt dies mit Schlamm zu tun.
Eine differenziertere Sichtweise ergibt aber eher folgenden Ausdruck:
Eine vielseitige Landschaft geprägt durch eine üpige Vegetation und reiche Tierwelt mit mehr oder weniger gut ausgebauten Wanderwegen, welche mit Hilfe heimeliger Hütten in mehreren Tagen mit guter Ausrüstung durchwandert werden kann.

Natürlich hinterlässt eine solche Wanderung auch seine Spuren. Nicht nur Elektronische auf der Speicherkarte des Fotoapparats und des GPS oder Physische wie Blasen, Blutegelbissen, Insektenstiche, verspannte Schultern usw. sondern auch Mentale.
So wurden Grenzen erörtert und teilweise überschritten. Dies kann gerne mal in einem ungewollten Schlammbad enden, es werden die interessantesten Kraftausdrücke geäussert und die sonst so lieben Zeitgenossen werden aufs äusserste verflucht. ;-)

Aber trotz der kleinen Unannehmlichkeiten wird uns die Wanderung mit all den positiven Eindrücken und der familiären Atmosphäre in den Hütten in bester Erinnerung bleiben.

Impressionen zum Overland Track






Sonntag, 6. November 2011

Wo steckt klein und gross Schweizer?

Es gibt Leute die gehen öfters auf diesen Blog als wir Berichte veröffentlichen, was bei unserer Regelmässigkeit und Häufigkeit auch nicht verwunderlich ist.
Dieser Blog soll all diejenigen vertrösten, die schon wieder keinen neuen Bericht zu Gesicht bekommen.
Diesmal ist es nicht der technische Entwicklungsstand der Tassies oder die Schreibfaulheit NiMis welche einen neuen Bericht verhindern. Die 2.4kg des Laptops fallen für eine 7-tägige Wanderung und deren Anreise der Gepäcksoptimierung zum Opfer. Der Overland Track, unser wandertechnische Tasmanienhöhepunkt führt vom Cradle Mountain Visitor-Center quer durch nirgendswo nach St. Clair. Es sind keine Lebenszeichen zu erwarten ;-)

Falls ihr noch wissen möchtet, bei welchen Wetterbedingungen wir unterwegs sind (Wanderung ist vom Montag 7.11 bis Sonntag 13.11):
http://www.weatherzone.com.au/tas/central/cradle-mountain


Samstag, 5. November 2011

Tasmanisches Nachtleben

Vielleicht haben sich einige bereits gefragt, wie denn das tasmanische Nachtleben aussieht. Auch wir hatten davon nur wage Vorstellungen und so schlossen wir uns eines Abends einem Einheimischen an. Wir hüpften in sein Auto und fuhren in den dichten Busch zu einem alten Fischerhäuschen fern ab von jeglicher Zivilisation. Zur Einstimmung wurde uns die Umgebung gezeigt und alle historischen Gegebenheiten erklärt, dazu wartete ein unvergesslicher Sonnenuntergang. Die einbrechende Dämmerung war der Startschuss für das wirkliche Nachtleben. Bei Kerzenlicht und einer Flasche Wein lauschten wir über ein Babyphone den Discogeräuschen der Natur. Kurz nach 21 Uhr wurde die Naturmusik lauter und wir nahmen mit der Kamera ausgerüstet Beobachtungsposition vor dem Fenster ein. Und da erschien aus dem Nichts der Traum jedes Touristen. Der kleine Teufel begutachtete kritisch das deplazierte Wallaby(street-kill) und beurteilte es kurz darauf leider als nicht gut genug für heute Abend. Mit grosser Spannung warteten wir bis nach Mitternacht geduldig vor dem Fenster auf weitere attraktive Besucher. Doch unter den Wildtieren schien es sich nicht herumgesprochen zu haben, dass heute im Fischerhäuschen die grosse Party steigt. Lediglich eine Ratte bekam davon Wind und schnüffelte herum. Ohne das grosse Highlight (ein in der Wildniss fressender Tasmanischer Teufel) wurde es Zeit auf den Campingplatz zurückzukehren.




Freitag, 4. November 2011

Sind wir in Italien?

Einen Vergleich zwischen Australien und Italien zu ziehen scheint ein bisschen abwägig, dennoch gibt es in gewissen Punkten Übereinstimmungen.
So sind die Leute sehr offen und gesprächig, der lokale Wein fantastisch, der Landesstolz ausgeprägt und es gibt Arbeitsniederlassungen. Der Streik der Quantas-Angestellte eskalierte mit einem 48h Grounding der gesamten Flotte. Nach unserer Rechereche bleiben wir verschont, obwohl wir mit einer Quantas-Tocher nach Sydney fliegen werden. Der Rest des Heimweges werden wir mit Singapore Airline zurücklegen. So werdet ihr uns wohl oder übel Ende November wieder zu Gesicht bekommen :-)