Samstag, 5. November 2011

Tasmanisches Nachtleben

Vielleicht haben sich einige bereits gefragt, wie denn das tasmanische Nachtleben aussieht. Auch wir hatten davon nur wage Vorstellungen und so schlossen wir uns eines Abends einem Einheimischen an. Wir hüpften in sein Auto und fuhren in den dichten Busch zu einem alten Fischerhäuschen fern ab von jeglicher Zivilisation. Zur Einstimmung wurde uns die Umgebung gezeigt und alle historischen Gegebenheiten erklärt, dazu wartete ein unvergesslicher Sonnenuntergang. Die einbrechende Dämmerung war der Startschuss für das wirkliche Nachtleben. Bei Kerzenlicht und einer Flasche Wein lauschten wir über ein Babyphone den Discogeräuschen der Natur. Kurz nach 21 Uhr wurde die Naturmusik lauter und wir nahmen mit der Kamera ausgerüstet Beobachtungsposition vor dem Fenster ein. Und da erschien aus dem Nichts der Traum jedes Touristen. Der kleine Teufel begutachtete kritisch das deplazierte Wallaby(street-kill) und beurteilte es kurz darauf leider als nicht gut genug für heute Abend. Mit grosser Spannung warteten wir bis nach Mitternacht geduldig vor dem Fenster auf weitere attraktive Besucher. Doch unter den Wildtieren schien es sich nicht herumgesprochen zu haben, dass heute im Fischerhäuschen die grosse Party steigt. Lediglich eine Ratte bekam davon Wind und schnüffelte herum. Ohne das grosse Highlight (ein in der Wildniss fressender Tasmanischer Teufel) wurde es Zeit auf den Campingplatz zurückzukehren.




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