Ja, es gibt uns wieder in der Zivilisation, wobei die Freude angesichts unseres Aussehen und der Ausdünstungen nicht wirklich beidseitig war.
Eine Dusche und die Schönheitspflege gekoppelt mit einem feinen Steak mit Salat und einem Bier machten aus klein und gross Schweizer wieder akzeptable und umgängliche Zeitgenossen.
Wie schnell man wieder die kleinen Dinge im Leben schätzt kann einem in nur 7 Tage so richtig bewusst werden:
- ungehindertes Trinken von Leitungswasser
- eine weiche Matraze
- Möglichkeit den konsumbedingten Abfall zu entsorgen und nicht mitzutragen
- einen einfachen Kaffee
- und so vieles mehr
Vielleicht konnten sich einige das "niergendswo" nicht so richtig vorstellen. Auch wir können uns erst nach der Wanderung eine genauere Vorstellung machen.
Müsste man niergendswo mit einem Wort ersetzen, so wäre man geneigt dies mit Schlamm zu tun.
Eine differenziertere Sichtweise ergibt aber eher folgenden Ausdruck:
Eine vielseitige Landschaft geprägt durch eine üpige Vegetation und reiche Tierwelt mit mehr oder weniger gut ausgebauten Wanderwegen, welche mit Hilfe heimeliger Hütten in mehreren Tagen mit guter Ausrüstung durchwandert werden kann.
Natürlich hinterlässt eine solche Wanderung auch seine Spuren. Nicht nur Elektronische auf der Speicherkarte des Fotoapparats und des GPS oder Physische wie Blasen, Blutegelbissen, Insektenstiche, verspannte Schultern usw. sondern auch Mentale.
So wurden Grenzen erörtert und teilweise überschritten. Dies kann gerne mal in einem ungewollten Schlammbad enden, es werden die interessantesten Kraftausdrücke geäussert und die sonst so lieben Zeitgenossen werden aufs äusserste verflucht. ;-)
Aber trotz der kleinen Unannehmlichkeiten wird uns die Wanderung mit all den positiven Eindrücken und der familiären Atmosphäre in den Hütten in bester Erinnerung bleiben.
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