Um euch zu schonen haben wir den Blog ein bisschen vernachlässigt. ;-)
Wir haben Island vor ca. 3 Wochen verlassen und geniessen noch die letzten Tage in Irland.
Irland ist auch wunderhübsch, hat in der deutschen Sprache nur ein unterschiedlicher Buchstaben (Island => Irland) und auch sonst ein paar Gemeinsamkeiten (z.B. Wind).
Es gibt aber auch Aussergewöhnliches in diesem Land (Müsterchen unten) ...
Fortsetzung folgt.
Die kleine und der grosse Schweizer unterwegs. Intresse? Kuck mal was die da schreiben.
Sonntag, 25. September 2011
Der wilde Westen
Auf unserer Reise geht es bereits Richtung Herbst. Das Wetter ist unstabil und die Winde werden stärker. Dazu kommen die rauen Kliffs, die unendlich zerklüfteten Fjords und die verd...... holprige Strasse. Berge stehen mit steilen Flanken in der Landschaft und hier ist die Natur in den grössten Teilen noch richtig Natur geblieben.
Die Strassen tragen in gewissen Teilen zum langsamen Weiterkommen bei, was auch viele Touristen vom Besuch des nördlichen Westen abhält. Zudem sind die sehenswerten Orte sehr weit auseinander und wie gesagt, die Strassen ...
Ganz erschrocken waren wir, als wir in "Isafjördur" im Tourismusbüro nach einer kleinen Wanderung in der Region fragten. Die Antwort war inhaltlich ansprechend und ausschweifend und nicht so kurz und trocken wie im Rest der Insel. Generell sind die Leute hier eher warm und gesprächig.
Als wir für unsere letzten Tage in Reykjavik eine Übernachtungsmöglichkeit suchten, mussten wir feststellen, das die Hauptstadt beinahe ausgebucht war. Glücklicherweise haben wir für die letzten beiden Tage ein bisschen ausserhalb eine sehr herzige Unterkunft gefunden.
Mit schweren Herzen haben wir danach die Insel in Richtung Schweiz wieder verlassen. Auch beim Ausreisen wurden wir nicht verschont vom Ausdruck: "Ou Sie haben aber Übergewicht". Die lange Warteschlange und der Wille etwas auszupacken (auch wenn es nur ca. 200g waren) haben die Dame am Check-In aber umgestimmt.
Aber diese Insel hat es uns schon ein bisschen angetan.
Noch eine kleine Bemerkung am Rande. Der grösste Unterschied zwischen einem schweizerischen und islänischen Kaff ist, dass anstelle eines Geldautomaten ein Hallenbad mit mindestens einer riesigen Rutschbahn steht. Ein Vergnügen für (Gross und) Klein Schweizer.
Der heisskalte Norden
Egilstadir bis Holmavik


Dieser Teil des Landes hat sich mit 2 verschiedenen Gesichtern gezeigt.
Der starke Wind kombiniert mit den kühlen Temperaturen haben eine zusätzliche Kleidungsschicht und meistens Kappe und Handschuhe nötig gemacht. Wir haben oft Hostels für die Übernachtung gewählt weil es uns einfach zu kalt wurde.
Im Gegensatz dazu ist diese Region geothermisch sehr aktiv und dementsprechend findet man immer wieder eine heisse Quelle, kochender Schlamm oder dampfausspeiende Erdlöcher. Hier wird auch die Geothermie als Elektrizitätsgewinnung genutzt.
Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. In einem Teil hat die NASA für ihre Mondlandungen trainiert (Steinwüsten welche dem Mond ähneln), in anderen Teilen ist Lava in allen Farben und Formen vorhanden und dann sind da auch die Wiesen und "Wälder".
Der Ozean ist sehr nährreich und es hat viele Vögel und Fische. Dazu gehört auch der Buckelwal, welchem wir beim Spielen eine Stunde lang zuschauen durften.
Durch die sehr präsente Fischindustrie (wobei Walfang und Walbeobachtung am Steg quasi nebeneinander zu finden sind) ist die Bevölkerungsdichte grösser als in anderen Teilen der Insel (ausgenommen Reykjavik).
In unserem Reiseführer (Lonely Planet) haben wir folgenden Witz gefunden (betreffend die Grösse der Bäume): Was machst du wenn du in einem Wald in Island die Orientierung verloren hast? - Aufstehen.
Der starke Wind kombiniert mit den kühlen Temperaturen haben eine zusätzliche Kleidungsschicht und meistens Kappe und Handschuhe nötig gemacht. Wir haben oft Hostels für die Übernachtung gewählt weil es uns einfach zu kalt wurde.
Im Gegensatz dazu ist diese Region geothermisch sehr aktiv und dementsprechend findet man immer wieder eine heisse Quelle, kochender Schlamm oder dampfausspeiende Erdlöcher. Hier wird auch die Geothermie als Elektrizitätsgewinnung genutzt.
Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. In einem Teil hat die NASA für ihre Mondlandungen trainiert (Steinwüsten welche dem Mond ähneln), in anderen Teilen ist Lava in allen Farben und Formen vorhanden und dann sind da auch die Wiesen und "Wälder".
Der Ozean ist sehr nährreich und es hat viele Vögel und Fische. Dazu gehört auch der Buckelwal, welchem wir beim Spielen eine Stunde lang zuschauen durften.
Durch die sehr präsente Fischindustrie (wobei Walfang und Walbeobachtung am Steg quasi nebeneinander zu finden sind) ist die Bevölkerungsdichte grösser als in anderen Teilen der Insel (ausgenommen Reykjavik).
In unserem Reiseführer (Lonely Planet) haben wir folgenden Witz gefunden (betreffend die Grösse der Bäume): Was machst du wenn du in einem Wald in Island die Orientierung verloren hast? - Aufstehen.
Sonntag, 4. September 2011
Der nasse Osten
Höfn bis Egilstadir

Pünklich auf die Ostseite der Insel hat uns der Regen erreicht. Trotz des schlechten Wetters haben wir aber die Ostfjords brav abgekurvt, auch wenn zum Teil die Aussicht nur ein paar 100m betragen hat. Glücklicherweise ist das Wetter sehr abwechslungsreich und somit kamen wir immer wieder in den Genuss der grandiosen Felsformationen. Die originellste Übernachtung hatten wir in einem total verschlafenem Kaff in einer ehemaligen kleinen Kirche.
Im Osten des Landes steht auch einer der grössten ökologischen Fragezeichen des Landes, nämlich eine gigantische Aluminium-Schmelze. Hier wird das Bauxit von Australien hergebracht und das Aluminium danach für Dosen nach Amerika geliefert. Und nur weil die Amis das Recycling nicht erfunden haben.
Der Standort des 2km langen Industriekomplexes wurde aufgrund des billigen Strompreises gewählt. Es wurde jedoch extra hierfür ein grosses Tal in den Highlands aufgestaut damit auch die benötigten 600MWh zur Verfügung stehen.
Die Landschaft besteht aus vielen Fjorden mit abgestuften Bergen dazwischen. Die Dörfer sind niedlich klein und sehr spärlich. Hier leben die meisten Menschen von der Fischerei und der Aluminium-Schmelze. Sehr wenige Leute arbeiten für den Tourismus.
Im Osten des Landes steht auch einer der grössten ökologischen Fragezeichen des Landes, nämlich eine gigantische Aluminium-Schmelze. Hier wird das Bauxit von Australien hergebracht und das Aluminium danach für Dosen nach Amerika geliefert. Und nur weil die Amis das Recycling nicht erfunden haben.
Der Standort des 2km langen Industriekomplexes wurde aufgrund des billigen Strompreises gewählt. Es wurde jedoch extra hierfür ein grosses Tal in den Highlands aufgestaut damit auch die benötigten 600MWh zur Verfügung stehen.
Die Landschaft besteht aus vielen Fjorden mit abgestuften Bergen dazwischen. Die Dörfer sind niedlich klein und sehr spärlich. Hier leben die meisten Menschen von der Fischerei und der Aluminium-Schmelze. Sehr wenige Leute arbeiten für den Tourismus.
Der eisige Süden
Reykjavik bis Höfn

Dieser Titel ist nicht bezüglich der Temperaturen auf unserer Reise, sondern bezüglich der gigantischen Eismassen, welche vorwiegend vom Süden des Landes zugänglich sind, gewählt.
Dies beinhaltet auch die grösste Eismasse ausserhalb der Pole, den Vatnajökul. Im Süden der Insel hat klein und gross Wanderer auch viele schöne Regionen den Wanderschuhen nähergebracht. Die Landschaft ist sehr vielfälltig, von Moos bewachsenen hügligen Weiten, zu Lava überströmten Ebenen bis zu riesigen Flussdeltas, die meistens aber nur von vielen kleinen Flüsschen durchströmt werden. Aber wehe es schmelzt ein grösserer Teil des Eises durch vulkanische Aktivität, oder es leert sich wieder mal ein Gletschersee, dann soll eine grosse und mächtige Sintflut entstehen.
Der Süden ist die attraktivste Region für Touristen. Die sehenswerten Punkte wurden von Reisecar Touristen regelrecht überrannt. Doch der Sommer in Island ist nicht lang. Vor Juli und nach August ist es hier ruhig.
Die Temperaturen im Süden haben meist angenehme T-Shirt Werte erreicht.
Die Strassen sind meistens gut jedoch sagt der Isländer: Stassen und Brücken sind nur vorübergehende Bauten. 3 Wochen vor unserer Ankunft in Island wurde eine Brücke einfach so weggeschwemmt.
Sprüche auf touri T-Shirt:
- Iceland has no cash but ash
- Grimsvötn is much easier to pronounce than Eyjafjallajökull (versuchts erst gar nicht, die sagen es sowieso anders als es geschrieben wird)
- und viele mehr
Dies beinhaltet auch die grösste Eismasse ausserhalb der Pole, den Vatnajökul. Im Süden der Insel hat klein und gross Wanderer auch viele schöne Regionen den Wanderschuhen nähergebracht. Die Landschaft ist sehr vielfälltig, von Moos bewachsenen hügligen Weiten, zu Lava überströmten Ebenen bis zu riesigen Flussdeltas, die meistens aber nur von vielen kleinen Flüsschen durchströmt werden. Aber wehe es schmelzt ein grösserer Teil des Eises durch vulkanische Aktivität, oder es leert sich wieder mal ein Gletschersee, dann soll eine grosse und mächtige Sintflut entstehen.
Der Süden ist die attraktivste Region für Touristen. Die sehenswerten Punkte wurden von Reisecar Touristen regelrecht überrannt. Doch der Sommer in Island ist nicht lang. Vor Juli und nach August ist es hier ruhig.
Die Temperaturen im Süden haben meist angenehme T-Shirt Werte erreicht.
Die Strassen sind meistens gut jedoch sagt der Isländer: Stassen und Brücken sind nur vorübergehende Bauten. 3 Wochen vor unserer Ankunft in Island wurde eine Brücke einfach so weggeschwemmt.
Sprüche auf touri T-Shirt:
- Iceland has no cash but ash
- Grimsvötn is much easier to pronounce than Eyjafjallajökull (versuchts erst gar nicht, die sagen es sowieso anders als es geschrieben wird)
- und viele mehr
Donnerstag, 1. September 2011
Heidelbeeren
Hiervon gibt es in Island tonnenweise und man muss dazu nicht zuerst eine anstrengende Wanderung machen. Einfach das Auto im Norden und Nordwesten des Landes an den Strassenrand stellen und dann kann das Sammeln losgehen.
Ice(land) Camping ade
Da wir ohnehin vorwiegend "Schönwetter" Campierer sind, gibt es schon mal einen mürrischen Gesichtsausdruck, wenn das Zelt am Morgen nass zusammengelegt werden muss.
Zudem ist der Entspannungsfakor bei Regenschauern während der Nacht nicht hervorragend.
Dazu gesellen sich noch zwei weitere Phänomene, welche in Island doch ab und zu anzutreffen sind. Das Eine ist der Wind der von einer Seite her kommend einen gehörigen Lärm und ein störendes Bewegen der Zeltwand verursacht. Das Andere sind die Temperaturen, welche nachts sehr nahe oder gar knapp unter den Gefrierpunkt fallen können.
Im Norden der Insel haben uns Tageshöchsttemperaturen von 4-8°C erwartet und morgens um 6 hat man Anzeichen von gefrorenen Windschutzscheiben erkennen können.
Noch eine kleine Bemerkung am Rande. Glücklicherweise war das nebenan so gut im Schlafsack und in Mütze, jegliche Art von Pullis, Handschuhe ... eingepackt, dass zumindest die Körpertemperatur den Wohlfühlbereich nicht um mehr als 5°C verlassen konnte. Es war aber wahrscheinlich die letzte Zeltnacht.
Zudem ist der Entspannungsfakor bei Regenschauern während der Nacht nicht hervorragend.
Dazu gesellen sich noch zwei weitere Phänomene, welche in Island doch ab und zu anzutreffen sind. Das Eine ist der Wind der von einer Seite her kommend einen gehörigen Lärm und ein störendes Bewegen der Zeltwand verursacht. Das Andere sind die Temperaturen, welche nachts sehr nahe oder gar knapp unter den Gefrierpunkt fallen können.
Im Norden der Insel haben uns Tageshöchsttemperaturen von 4-8°C erwartet und morgens um 6 hat man Anzeichen von gefrorenen Windschutzscheiben erkennen können.
Noch eine kleine Bemerkung am Rande. Glücklicherweise war das nebenan so gut im Schlafsack und in Mütze, jegliche Art von Pullis, Handschuhe ... eingepackt, dass zumindest die Körpertemperatur den Wohlfühlbereich nicht um mehr als 5°C verlassen konnte. Es war aber wahrscheinlich die letzte Zeltnacht.
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