Sonntag, 4. September 2011

Der nasse Osten

Höfn bis Egilstadir
Pünklich auf die Ostseite der Insel hat uns der Regen erreicht. Trotz des schlechten Wetters haben wir aber die Ostfjords brav abgekurvt, auch wenn zum Teil die Aussicht nur ein paar 100m betragen hat. Glücklicherweise ist das Wetter sehr abwechslungsreich und somit kamen wir immer wieder in den Genuss der grandiosen Felsformationen. Die originellste Übernachtung hatten wir in einem total verschlafenem Kaff in einer ehemaligen kleinen Kirche.
Im Osten des Landes steht auch einer der grössten ökologischen Fragezeichen des Landes, nämlich eine gigantische Aluminium-Schmelze. Hier wird das Bauxit von Australien hergebracht und das Aluminium danach für Dosen nach Amerika geliefert. Und nur weil die Amis das Recycling nicht erfunden haben.
Der Standort des 2km langen Industriekomplexes wurde aufgrund des billigen Strompreises gewählt. Es wurde jedoch extra hierfür ein grosses Tal in den Highlands aufgestaut damit auch die benötigten 600MWh zur Verfügung stehen.
Die Landschaft besteht aus vielen Fjorden mit abgestuften Bergen dazwischen. Die Dörfer sind niedlich klein und sehr spärlich. Hier leben die meisten Menschen von der Fischerei und der Aluminium-Schmelze. Sehr wenige Leute arbeiten für den Tourismus.



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