Bei einem kurzen Buschwalk konnten wir verschiedene Koalas auf den Bäumen beobachten, als plötzlich eine Mutter mit ihrem schon eher grossen Kind aus ca. 10 Meter fällt. Der Ast auf dem sie versuchte ein paar Eukalypthus-Blätter zu ergattern hat einfach ihr Gewicht nicht ausgehalten und sie sind regelrecht auf den Boden gedonnert.
Glücklicherweise konnten die Mutter nach einer kurzen Verschnaufspause ohne sichtbaren Verletzungen wieder den nächsten Baum erklettern. Der Schock muss jedoch tief gesessen haben, liess sie sich doch ungestört fotografieren und ruhte sich nach jedem erklettertem Meter ein paar Minuten aus.
Übrigens sind von Bäumen fallende Koalas auch die häufigsten Gründe für die Koala-Verkehrstote. Zudem wir ein Koala Weibchen mit Nachwuchs (dieser wird ca. 2 Jahre getragen und gefüttert) gerne von Männchen in einem Baum abgedrängt, bis sie runter fällt und möglichst das Kind verliert. Ein Koala-Weibchen ohne Kind wäre nämlich wieder geschlechtsreif. Man(n) muss sich einfach zu helfen wissen ;-)
Noch eine kleine Bemerkung am Rande.
Eine wahre Geschichte vom Bimbi Caravan Park. Eine europäische Familie rennt bei Dämmerung ganz erschrocken und zerstört aus dem Wald und schreit um Hilfe. Auf die Frage des Parkbesitzers warum so eilig antwortet die Gruppe, dass sie soeben Wildschweine im Wald begegnet sind. Der Gruppe wird erklärt, dass es in Australien keine Wildschweine gibt, was diese jedoch nicht sichtlich beruhigt, da sie überzeugt ist, welche gehört zu haben.
Zurück im Wald zeigt Frank vom Bimbi Park die Ursache des Geschreis und die Familie wird Zeuge eines Territorialkampfes zweier Koala Männchen.
Tatsächlich ähnelt ihr Geschrei dem eines Wildschweins und ist am Abend oft zu hören.
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